Symptombekämpfung ist nicht nachhaltig

Probleme der aktuellen Zeit

Die aktuelle Situation macht vielen schwer zu schaffen. Die Gründe sind sehr verschieden: Die einen verzweifeln an der plötzlich notwendig gewordenen Digitalisierung, die anderen sind seit Monaten arbeitslos ohne Aussicht auf baldige Veränderung, Chefs haben Sorge ihre Mitarbeiter halten zu können und bangen neben Aufträgen auch um ihre Existenz, arbeitende Eltern stehen am Ende der Belastungsgrenze und viele gehen seit Monaten über ihre Grenzen hinweg. All das kann auf Dauer nicht gut gehen. 

Alle der oben genannten Punkte kenne ich aus eigener Erfahrung oder aus meinem unmittelbaren Umfeld. Ich selbst habe lange Zeit in der Veranstaltungsbranche gearbeitet und weiß wie bedeutend das Saisongeschäft ist und die damit einigermaßen einhergehende Sicherheit. Letztere fällt momentan komplett weg. Seit Monaten habe ich meine Füße nicht mehr ins Museum setzen können, um Kindern und Erwachsenen die Geheimnisse der Erde zu zeigen. Meine Beratung und mein Coaching kann ich dank eines Mixes aus on- und offline, den ich seit Beginn verfolge, weiterführen. Jedoch purzeln auf Grund der Kitaschließung dadurch die Urlaubstage meines Mannes. 

Jeder von uns hat in der aktuellen Zeit sein Päckchen zu tragen, leider sind die einen größer als die anderen und die Verteilung ist in vielen Fällen nicht gerecht. Die aktuelle Situation macht viele Missstände deutlich sichtbar. Sie zeigt auf wo massiver Handlungsbedarf besteht – für Unternehmen, für jeden Einzelnen von uns und für die Regierung. 

Im letzten Jahr gingen immer wieder Bilder und Videos durch die Medien, die die Natur zeigen, wie sie aufblüht, seitdem die Menschen im Lockdown sind. Auf der anderen Seite haben wir jede Menge Einwegmasken auf den Straßen liegen sowie eine Zunahme an Verpackungsmaterialien, welche wiederum oftmals auf „wundersame Weise“ ihren Weg in die Umwelt statt in die für sie vorhergesehenen Recyclingbehälter finden. 

Die Ursache liegt viel tiefer

Die aktuelle Pandemie ist nicht unser eigentliches Problem, sie ist ein Symptom. Leider ist die Symptombekämpfung v.a. in der westlichen Welt zu einem lukrativen Geschäft geworden – auf vielen Ebenen. Ein alltägliches Beispiel in dem das sehr deutlich wird ist die Gesundheit. Haben wir Beschwerden, bekommen wir ein Mittel, das diese Beschwerden reduziert. Die Mühe, die Ursache zu erforschen, machen sich die wenigsten. Hier ist oft der Patient selbst gefragt. Leider verfolgt die Medizin selten einen holistischen Ansatz: Im schlimmsten Fall werden über Jahre hinweg Medikamente verschrieben, an denen andere Geld verdienen, anstatt der Ursache auf den Grund zu gehen, um den Patienten schnell und dauerhaft helfen zu helfen. 

So ist es aktuell auch. Masken, Abstand und Schließung diverser Einrichtungen bekämpft hier ein Symptom – nicht die Ursache. Diese Art von Viren ist nicht neu und es liegt in der Natur von Viren, dass diese mutieren. Doch wo kommen die Viren her? In vielen Fällen stehen sie in direktem Zusammenhang mit der Massentierhaltung. Es wäre also ein erster Schritt an diesem Punkt anzusetzen. Aktives und durchgreifendes politisches Handeln sowie wirkliche Aufklärung der Bürger:innen statt irreführender Label, wie dem freiwilligen „Tierwohl“ – Label, sind nötig. Ferner ein ganzheitliches Gesundheitskonzept, das den Bürger:innen zeigt, wie sie sich und ihre Gesundheit schützen können. 

Die Politik ist durchaus in der Lage durchzugreifen und die Bürger:innen bereit diese Wege mit ihr zu gehen. Da stellt sich mir die Frage, warum nicht auch bei den Themen Tierwohl, Klima- und Umweltschutz und einem ganzheitlichen Gesundheitssystem? Einem System, dass allen nachhaltig zu Gute kommen würde. Nun, fast allen. Diese Punkte werden wohl leider erst umgesetzt werden, wenn wir unser Lobbyismus-Problem in den Griff bekommen. 

 

Mit Eigenverantwortung zur Veränderung

Es bleibt somit vorerst an uns aus einer symptombekämpfenden Gesellschaft eine Gesellschaft zu formen, die an den Ursachen ansetzt. Hier kann jeder seinen Teil dazu beitragen, z.B. in dem beim Einkaufen auf die Herkunft der Lebensmittel geachtet wird (ideal: biozertifiziert, regional und saisonal) oder sich einen Arzt sucht, der seine Patient:innen ganzheitlich behandelt. 

Es bleibt im Moment also an uns für einen nachhaltigen Umgang mit uns, unserer Gesundheit und unseren Energieressourcen zu sorgen. 

Als Unternehmer:in, Führungskraft oder auch Eltern tragen wir diese Verantwortung auch in einem gewissen Maß für die Menschen um uns herum mit. 

Sympotembekämpfung im Business

In vielen Unternehmen steht diese Symptombekämpfungsstrategie an der Tagesordnung. Mitarbeiter:innen werden als reine Arbeitskraft gesehen und nicht als komplexe Wesen. Wer nicht die geforderte Leistung erbringt, wird abgemahnt und muss irgendwann gehen. Warum wird sich hier so selten die Mühe gemacht in den Dialog zu gehen und Mitarbeiter:innen als Mensch zu sehen? Als Mensch, der auch ein Leben außerhalb seiner Arbeit hat. Auch, wenn es (in den meisten Fällen) zu einem professionellem Auftreten gehört, dass berufliches und privates getrennt wird, kann ein Mensch einen Teil von sich nicht einfach zu Hause lassen. Hier sind die Führungskräfte gefragt: Beobachten, erkennen, ansprechen, Empathie zeigen und gemeinsam nach einer Lösung suchen. Manchmal kann ein kurzer Urlaub oder das Verschieben der Arbeitszeit um eine Stunde nach vorne eine einfache und effiziente Lösung sein. In jedem Fall bringt ein respektvolles Gespräch auf Augenhöhe Erleichterung für beide Parteien. 

Die gleiche Problematik beobachte ich auch bei vielen Soloselbstständigen und Gründer:innen. Wenn bestimmte Dinge, wie z.B. Content nicht den gewünschten Erfolg bringen, dann wird an den Symptomen geschraubt und nicht an der Ursache. Oftmals erfordert die Bekämpfung der Ursache auch eine tiefe innere Arbeit, da sie an innere Überzeugung und Muster geknüpft ist. 

Hast Du auch mit Symptomen zu kämpfen? Erkenne die Ursache Deiner Symptome und löse sie, bevor sie sich zu einer „innerbetrieblichen Pandemie“ ausbreiten. 

Wenn Du dabei Hilfe benötigst, tritt gern mit mir in Kontakt. 

Rock on,

Deine Luisa 

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